Monatsarchiv: Januar 2017

Ein kurzer Rückblick auf die Lesung mit Hilal Sezgin

Am gestrigen Mittwoch durften wir die Philosophin und Journalistin Hilal Sezgin in Osnabrück begrüßen. Rund eine Stunde referierte sie über das Thema Veganismus und gab den rund 60 zuhörenden Menschen eine Kostprobe aus ihrem Buch „Wieso? Weshalb? Vegan! Warum Tiere Rechte haben und Schnitzel schlecht für das Klima sind“.

Während der anschließenden interessanten Diskussionsrunde wurden Fragen zu ethischen und moralischen Belangen geklärt. Da das Thema Tierversuche besonders häufig angesprochen wurde, möchten wir auch noch einmal auf den Verein Ärzte gegen Tierversuche verweisen, der sich seit knapp 40 Jahren aus wissenschaftlichen, medizinischen Gründen für die Abschaffung von Tierversuchen einsetzt.
Zum Thema Tierversuche empfehlen wir weiterhin jedem Befürworter ebendieser, sich die Doku „Woran soll man denn sonst testen?“ (https://youtu.be/m_a92xvL5is) anzuschauen. (Triggerwarnung: Gewalt an Tieren)
Kindern und jenen, die keine Gewaltbilder realer Tiere sehen möchten, sei der Animationsfilm „Unsinn Tierversuch“ (https://youtu.be/xxFbQfbxXjI) nahe gelegt.

 

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Lesung aus „Wieso? Weshalb? Vegan!“ mit Hilal Sezgin

Am Mittwoch, den 25.01. haben wir für euch Hilal Sezgin eingeladen, welche aus ihrem neuen Buch „Wieso? Weshalb? Vegan!“ lesen wird. Der Eintritt ist wie immer FREI.
Beginn: 19 Uhr
Raum 15/130 (EW-Gebäude, Seminarstraße 20, OS)

hilal

Zum Buch:
„Vegan? Ist das nicht ein bisschen extrem? So denken viele, wenn sie zum ersten Mal davon hören. Dann kann man ja gar nichts mehr essen! Und: Das ist bestimmt nicht gesund! So lauten die Einwände, die sofort erhoben werden.
Doch ist es wirklich so extrem, den Tieren ihr Leben und ihre Freiheit zu lassen? Schließlich kann man sich auch vegan lecker und gesund ernähren. Oder ist es eher extrem, wie unendlich viel Leid wir den Tieren zufügen – für das leckere Schnitzel, die Milch im Kaffee, die coole Lederjacke? Verletzen wir damit nicht die Rechte der Tiere und ihre Würde? Oder haben Tiere so etwas gar nicht?
Eine spannende und leicht verständliche Einführung in das Thema Veganismus und Tierrechte.“

Zur Autorin:
Hilal Sezgin, geboren 1970, studierte Philosophie in Frankfurt am Main und arbeitete danach mehrere Jahre im Feuilleton der »Frankfurter Rundschau«. Seit 2007 lebt sie als freie Schriftstellerin und Journalistin in der Lüneburger Heide. Sie schreibt u.a. für »Die Zeit« und die »Süddeutsche Zeitung« sowie als Kolumnistin für die Meinungsseite der »taz«, das Feuilleton der »Frankfurter Rundschau« und der »Berliner Zeitung«. Ihr Buch ›Artgerecht ist nur die Freiheit‹ stand zehn Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste und erhielt begeisterte Rezensionen.

Literaturpreise:
Hilal Sezgins Titel ›Wieso? Wehalb? Vegan! – Warum Tiere Rechte haben und Schnitzel schlecht für das Klima sind‹ wurde von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Klimabuch im Juli 2016 empfohlen.

17.01. im Unikino: Agrokalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam

Am 17.01. zeigt die Tierrechtsinitiative in Kooperation mit dem Unikino die preisgekrönte Dokumentation vom Regisseur Marco Keller („Gutes Soja, schlechtes Soja“). FREIER EINTRITT
Einlass: 19.30 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Raum: 15/E10 (Seminarstraße 20, EW-Gebäude, Hörsaal E10)


Zum Film: (von http://www.agrokalypse.de/)
AGROKALYPSE erzählt die Geschichte der brasilianischen Ureinwohner vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Fleischkonsums und zeigt, wie wir mit Lebensmitteln die Welt verändern.
Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem, wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige, ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und die Vertreibung der dort lebenden Menschen und Tiere.

Bis zu 12 kg Soja oder Getreide muss man verfüttern, um daraus 1 kg Fleisch zu gewinnen. Und um den weltweit steigenden Fleischkonsum zu decken, wird dementsprechend immer mehr Futtermittel, meist Gensoja, angebaut. Aber was für Konsequenzen hat dieser rasant wachsende Agrarsektor und der enorme Fleischkonsum der westlichen Welt?
Der Dokumentarfilm „AGROkalypse – der Tag, an dem das Gensoja kam“ geht diesen Fragen nach und verfolgt den Weg der brasilianischen Sojabohne bis zu ihrem Ende als Tierfutter. In sehr persönlichen Porträts wird gezeigt, wie dabei die Ureinwohner Brasiliens von ihrem Land vertrieben werden, damit es immer mehr Anbauflächen gibt. Gleichzeitig begleitet die Kamera den Tofuhersteller Wolfgang Heck, der seit über 25 Jahren für den ökologischen Sojaanbau kämpft und für den es immer schwieriger wird in Brasilien nachhaltig mit Kleinbauern zusammenzuarbeiten.

Seine Weltpremiere feierte der Dokumentarfilm bei dem 12. Freiburger Filmfest. Trotz 38 Grad im Schatten, war die Vorführung restlos ausverkauft. Eine weitere ausverkaufte Vorstellung gelang u.a. auf dem 5th Enviromental Convention of Environmental Laureates mit über 350 Besuchern.