02.11.: „Irrtum Tierversuche“ – Film & Vortrag

Filmvorstellung und Vortrag „Irrtum Tierversuche“ von Katharina Feuerlein vom Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Beginn: 19 Uhr
Raum: 01/B01 (Universität Osnabrück, Kolpingstraße)
Der Eintritt ist frei!


Affen sind in Deutschland weiter ein beliebtes „Forschungsobjekt“, da sie genetisch sehr eng mit dem Menschen verwandt sind. Jährlich werden mehrere Tausend Affen in der Forschung (v.a. für Giftigkeitsprüfungen und in der Hirnforschung) verwendet. Auch Menschenaffen dürfen laut dem deutschen Tierschutzgesetz in Ausnahmefällen noch „genutzt“ werden, obwohl diese Möglichkeit eigentlich laut der EU in den Mitgliedstaaten abgeschafft werden sollte.
Während die Niederlande den Ausstieg aus Tierversuchen bis 2025 zum Programm gemacht haben, hält die deutsche Forschung weiterhin an Tierversuchen fest. Dabei gibt es mittlerweile viele Belege darüber, dass die Ergebnisse aus den Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragbar sind. Meist kommen menschliche Erkrankungen bei Tieren natürlicherweise gar nicht vor. Deshalb werden deren Symptome bei jungen gesunden Tieren künstlich erzeugt. Die eigentlichen Ursachen der Erkrankung, Begleiterkrankungen und oft langjährige Krankheitsverläufe beim Menschen können damit aber nicht reproduziert werden.

So wundert es nicht, dass:

– lediglich 0,3 % der Ergebnisse aus 10 Jahren Grundlagenforschung zu einer Anwendung am Menschen führten

– 95% von im Tierversuch für wirksam und sicher erachteten Arzneimitteln im klinischen Test am Menschen versagen, ja sogar zu Todesfällen führten. Von den wenigen verbleibenden Wirkstoffen, die schließlich zugelassen werden, müssen ein Drittel wegen schwerer Nebenwirkungen mit Warnhinweisen versehen oder vom Markt genommen werden

– es für 2/3 aller Krankheiten weder ein Heilmittel gibt, noch bisher deren Ursachen herausgefunden werden konnten
jährlich 58.000 Menschen an den Folgen von Arzneimittelnebenwirkungen sterben.

Längst gibt es viele innovative tierversuchsfreie Methoden, die auf den Menschen fokussiert sind. Unter anderem mit Computersimulation, pluripotenten Stammzellen, Multi-Organ-Chips und Minibrains erfolgt moderne Wissenschaft durch individualisierte Medizin. Leider werden in diese Methoden nur wenige Millionen Euros pro Jahr investiert, im Gegensatz zu Versuchen mit Tieren, die eine Förderung von mehreren Milliarden Euros pro Jahr bekommen.

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche fordert aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine humane Medizin, bei der Ursachenforschung, Vorbeugung und tierversuchsfreie Forschungsmethoden im Mittelpunkt stehen.
Mit meinem Vortrag möchte ich zunächst in Anknüpfung an den Film „Unter Menschen“ eine Übersicht über die Forschung an Affen in Deutschland geben. Anschließend werde ich Ihnen durch interessante Fakten zu Tierversuchen aufzeigen, dass Versuche an Tieren die Forschung in eine Sackgasse führen und eine Sicherheit vorgaukeln, die so nicht gegeben ist.

Medizinischer Fortschritt ist wichtig, Tierversuche sind der falsche Weg!

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